„Gängigen“ psychotherapeutischen Ansätzen nach (sog. „psychodynamische Verfahren“, „Verhaltenstherapie“,
„lösungsorientierte Kurzzeit-Therapie“) bildet sich psychische Befindlichkeit auf verschiedenen Ebenen
der Persönlichkeit ab:
Wir können sowohl für den gewünschten als auch den unerwünschten „Zustand“
• die biochemische Ebene,
• die Ebene des Denkens, der Bedeutungsgebung und der Glaubenssätze (bewusst
und unbewusst),
• die Ebene der Emotionen,
• der Körperempfindungen und die Ebene
• des Handelns
beschreiben.
„Energetische Psychotherapie“ bzw. kinesiologische Verfahrensweisen beziehen zusätzlich die Ebene des Energiesystems
des Organismus mit ein. So wird beispielsweise der Begriff Energie in Anlehnung an das daoistische Qi im Sinne
von „Lebensenergie“ benutzt.
Die Kinesiologie sieht sich selbst als eine Methode, die den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit wahrnimmt,
das heißt, körperliche Befunde werden nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit emotionalen und mentalen
Einflüssen und Abhängigkeiten betrachtet.
Somit stehen kinesiologische bzw. energetische Verfahrensweisen in keinem Widerspruch zu gängigen Richtlinienverfahren,
sondern stellen eine wertvolle Ergänzung und Erweiterung der therapeutischen Diagnose- und Handlungsmöglichkeiten
dar. In diesem Sinne handelt es sich nicht um einen „alternativ-therapeutischen“ sondern einen
„komplementär-therapeutischen“ Ansatz.
Kinesiologische Verfahren werden in Deutschland etwa seit den 80er Jahren durch Kinesiologen praktiziert, ohne
„offiziell“ Anerkennung durch den ärztlichen oder psychotherapeutischen Berufsstand erfahren zu haben.
Ungeachtet dessen präsentierte der amerikanische Psychotherapeut Fred Gallo seinen der Angewandten Kinesiologie
(Applied Kinesiology) entlehnten Ansatz (Energy Diagnostic & Treatment Methods ©
(EDxTM©)in Deutschland
erstmals 2002 einem aufgeschlossenen psychotherapeutischen und ärztlichen Publikum.
Dr. Asha Clinton hat Ihr noch ausdifferenzierteres Konzept (die sog. Advanced Integrative Therapy ©
(AIT©))
2007 auf dem 1. Europäischen Kongress für Energetische Psychologie und Psychotherapie in Heidelberg vorgestellt
und im Mai 2008 erstmals ihre hoch-elaborierte Verfahrensweise ärztlichen und psychotherapeutischen Teilnehmern
im Rahmen intensiver Seminare vermittelt.
Alle die genannten therapeutischen Systeme sehen uns Menschen als unverwechselbare Individuen mit einem ganz
persönlichen lebensgeschichtlichen Hintergrund, ganz persönlichen Denkmustern, individuellen inneren
Verarbeitungsmöglichkeiten und unserer Einbindung in die Zusammenhänge unserer Lebensumwelten an.
Durch Veränderungen unserer äusseren Lebensbedingungen können manchmal abrupt neue Anpassungsleistungen von
uns verlangt werden, durch die wir vorübergehend aus dem Gleichgewicht geraten können. Einmal erworbene Denk-
und Reaktionsmuster führen uns nun unter Umständen nicht mehr zum gewünschten Ziel. Es kann aber auch sein,
dass wir realisieren, schon ein Leben lang kontinuierlich eingeschränkt gewesen zu sein durch diffuse Ängste,
Zwangsgedanken, Zwangshandlungen, körperliche Unruhe, Suchtverhalten, unklare, psychosomatische Symptome
und/oder sich wiederholende, ungute Beziehungsmuster. Kompensationsversuche durch bestimmtes Vermeidungs-,
Zwangs- oder Suchtverhalten haben eine Zeitlang „gut funktioniert“, führen aber irgendwann ein unerträgliches
Eigenleben, reichen nicht mehr aus oder behindern ihrerseits die Lebensqualität.
Inspiriert durch den energetischen und tiefenpsychologischen Ansatz Asha Clintons und meine ohnehin lösungsorientierte,
kinesiologische Ausrichtung ist meine therapeutische Vorgehensweise in so einem Fall, durch klärende Gespräche der
KlientIn zu helfen, das momentane „Muster“ oder „Gegenwartstrauma“ zu benennen. Im günstigsten Fall kann die
KlientIn zusätzlich ein Ziel formulieren, das sie sich „stattdessen“ wünscht. Dabei kann die Beantwortung
spezieller, zunächst ungewöhnlich erscheinender Fragen aus der lösungsorientierten Kurzzeittherapie helfen.
Auf der Grundlage der Vorstellung aller „energetischer“ Verfahren, dass das System der KlientIn bereits „weiss“,
was für sie zur Heilung bzw. Zielerreichung „am besten“ ist, ermitteln wir zusammen mithilfe des kinesiologischen
Muskeltests das weitere Vorgehen.
Dabei stehen uns nun manualisierte und sehr weit ausdifferenzierte Konzepte der Energetischen Psychotherapie
nach Gallo (EDxTM©), aus der holistischen Kinesiologie und vor allem aus der
Advanced Integrative Therapy©
(AIT©) zur Verfügung.
Dabei gehe ich davon aus, dass nicht ich als BeraterIn „weiss“, was für Sie als KlientIn für Ihr
vordringlichstes Anliegen am besten ist, sondern dass es eine „Instanz“ gibt, die sozusagen als
innere Weisheit muskeltest-vermittelt durch den Prozess führt.
Es kann für die erfolgreiche Behandlung eines Symptoms oder Symptommusters dabei z.B. darum gehen, zunächst
unter Umständen weit zurückliegende und ins Unterbewusstsein verdrängte „Prägungssituationen“ oder „Ursprungstraumen“
aufzudecken und die relevanten Aspekte dieser Ereignisse zu benennen. „Relevant“ in diesem Sinne können Denk- und
Handlungsmuster sein, die in der damaligen Situation angemessen und hilfreich waren, für das heutige Leben
der KlientIn jedoch eine Einschränkung ihrer Lebensqualität oder ihres vollen Potentials bedeuten. Relevant
können auch Emotionen sein, die in der Prägungssituation entstanden sind und, - obwohl das eigentliche
Ereignis lange zurück liegt -, hartnäckig das Leben der KlientIn bis heute begleiten oder durch irgendeinen
„Trigger“ neu und überraschend „ausgelöst“ werden. Wichtig für eine anschliessende „Balance“ oder auch
„Konfliktlöschung“ kann auch sein, welche Personen damals beteiligt waren oder wer zu wem auf welche Weise
in Beziehung trat oder stand. Selbst spezifische oder diffuse Organbeschwerden können evtl. mit diesem
prägenden Ereignis in Zusammenhang gebracht werden.
An die Ermittlung des Ursprungstraumas nun schliessen sich energetische „Balancetechniken“ an, die
die„traumatische Energie“ der Prägungssituation regelrecht „entfernen“. Was genau oder noch zusätzlich
getan werden „soll“, ermitteln wir ebenfalls durch den Muskeltest. Aus dem Erfahrungsschatz der holistischen
Kinesiologie steht uns ein breites Repertoire an Techniken zur Verfügung, die dem Modell nach das energetische
Muster der ermittelten Stress-Situation verändern. Das können konkret eine mechanische Beeinflussung des
Meridiansystems sein, eine Chakrenbalance, diverse Körperhaltungen oder sog. Überkreuzbewegungen aus dem
Brain-Gym©-Menu, Imaginationsübungen oder hypnotherapeutische Interventionen, Augenbewegungen wie im EMDR
oder gar die „Farbbrillenmethode“. In Einzelfällen zeigt sich auch „Wohl und Wehe“ bestimmter Nahrungsmittel
sowie die Beeinflussbarkeit des energetischen Musters durch homöopathische Komplexmittel, Bachblüten oder
andere Essenzen.
Wiederum unterstützt durch den Muskeltest ermitteln wir zusammen jeweils das Ausmaß der gelungenen Stressreduktion
und auch den nächsten, „besten“ notwendigen Schritt.
Das elaborierte System Asha Clintons und andere Manuale aus der EDxTM© oder der holistischen Kinesiologie
helfen uns dabei, neue, hilfreiche Überzeugungen gemeinsam zu ermitteln und ebenfalls z.B. über das
Chakrensystem dauerhaft zu etablieren.
Es gibt Beratungs- bzw. Balance-Verläufe, in denen es vornehmlich um Beseitigung einer bestimmten, rel.
eng umgrenzten, belastenden Emotion geht (z.B. Flugangst, Spinnenphobie, Redeangst) als auch Sitzungen,
in denen es vorwiegend um die generelle Auflösung bestimmter gesundheits-, erfolgs- und lebensfeindlicher
„Kernüberzeugungen“ (z.B. nicht leben, sondern sterben zu wollen, nicht Erfolg oder Glück haben zu dürfen)
geht. Je nach Thema werden die Auswirkungen einer Balance somit unmittelbar und kurzfristig oder nur subtil
erfahr- und wahrnehmbar. Kaum eine „Balance“ verläuft für die KlientIn ohne Erkenntnisgewinn und einen
Bewusstwerdeprozess und ist insofern immer auch als ein weiterer Schritt zur Persönlichkeitsentwicklung
zu sehen.
Die Eigenart des Muskeltestens, des zugrunde gelegten energetischen Modells und der erwähnten Interventionen
setzt ein hohes Maß an Vertrauen, Aufgeschlossenheit und Kooperationsbereitschaft bei der KlientIn voraus.
Sollte es irgendeinen Hinderungsgrund geben, dass ein bestimmtes Thema der KlientIn nicht oder noch nicht
oder nicht mit einer bestimmten BeraterIn bearbeitet werden darf, so zeigt sich auch dieses Phänomen
spätestens über den Muskeltest, und es gehört zum ethischen Selbstverständnis kinesiologischer Handlungsweise,
dieses Phänomen zu respektieren.
Auch in so einem Fall halte ich Ihnen dennoch weiterhin "den Spiegel", um Ihre Lage ehrlich zu betrachten.
Dazu gehören neben Anteilnahme, Verständnis, zugewandter Neugier auch die Beschäftigung mit Tabus, mit
Respekt gestellte „ungemütliche“ Fragen und ungewöhnliche Ideen.
Ich liefere Ihnen keine direkten Lösungsvorschläge, sondern begleite Sie bei der Richtungsfindung und
gebe dabei Impulse, die es Ihnen ermöglichen, Ihre eigenen Lösungen zu entwickeln. Ein Coaching-Prozess
ist zeitlich begrenzt, stellt Hilfe zur Selbsthilfe dar und Sie selbst entscheiden, wann und wie oft Sie
meine Unterstützung benötigen.

