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... allerdings auch so langsam wie nötig!
Der Wunsch, in unserer schnell-lebigen Zeit „schnelle“ und auch kostengünstige effiziente Lösungen für Probleme an die Hand zu bekommen, ist nachvollziehbar.
Kinesiologische Diagnostik erlaubt wie kein anderes mir bekanntes Instrument, gezielt herauszufinden, wo genau die abträglichen Ursprünge für eine bestimmte Problematik zu suchen und dann auch zu behandeln sind.
Mit anderen Worten: Es muss auch nur dort in der Vergangenheit gesucht werden, wo es auch etwas zu behandeln oder bildlich gesprochen zu "entschärfen" gibt.
Sodann können sich KlientIn und BehandlerIn wieder zuträglichen Lösungen und Ressourcen zuwenden.
Das macht die hohe Attraktivität und Eleganz dieses kurzzeittherapeutischen Verfahrens aus!
Die beeindruckende Geschwindigkeit und Effizienz, mit der Klopftechniken und Chakrenbalancen tatsächlich über energetische Blockaden hinweghelfen, darf allerdings nicht zu dem Missverständnis verleiten, dass u.U. bisher vermiedene Lernerfahrungen, mangelhafte grundsätzliche Problemlösestrategien, Übergewicht oder unzureichende soziale Kompetenz ebenso auf einen Schlag überwunden sind.
Wenn z.B. ein Mensch durch entsprechende Therapie plötzlich grundsätzlich seine Hemmungen überwindet, in Kontakt mit anderen Menschen zu gehen, heisst das noch nicht unbedingt, dass er bereits die Fähigkeiten hat, die er braucht, um
langfristig befriedigende Beziehungen zu pflegen.
Jemand, der erstmals seine Angst überwindet, im Rampenlicht zu stehen, hat deshalb nicht zwingend schon den Inhalt für eine Rede parat.
All das will dann erst gelernt werden, weil es ja bisher vermieden wurde, und das braucht durchaus seine Zeit, und Körper und Psyche brauchen nun auch ausreichend Gelegenheit zur Genesung bzw. für neue Lernerfahrungen.
Von einem befriedigenden Beratungserfolg kann also erst dann gesprochen werden, wenn neu erworbene innere Überzeugungen und Fähigkeiten auch im Handeln in den Alltag integriert worden sind. Wie das konkret aussehen kann, wird ebenfalls in den Beratungssitzungen besprochen.
Durch die Balancetechniken bekommt die KlientIn zusätzlich ein wirksames Selbsthilfeinstrument an die Hand, mit der sie u.U. neu auftretendes Unbehagen wie z.B. eine Panikattacke auf völlig unschädliche Art und Weise durchbrechen und in seiner emotionalen Schärfe und körperlichen Spürbarkeit reduzieren kann.
Dadurch ist sie auch für die Zukunft diesem Geschehen weniger hilflos ausgeliefert.
Hat die KlientIn die Prämissen, das Prinzip und die Techniken der kinesiologischen Begleitung im Laufe der Sitzungen erst einmal „verstanden“, wird sie fortan beurteilen können, wann sie eine unterstützende TherapeutIn noch oder wieder einmal braucht oder wann sie sich bereits selbst helfen kann.
© 2010 Dr. Christiane Seidenberg

